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Elektronische Archivierung

Die Langzeitarchivierungbzw. elektronische Archivierung

Unter einer Langzeitarchivierung versteht man die Erhaltung von Informationen auf einen längeren Zeitraum betrachtet. Mit Hilfe der Digitalisierung ist es möglich, viele Informationen elektronisch zu archivieren und somit auch noch für unsere Nachwelt aufzubewahren.

Die Gutenbergbibel beispielsweise, ist um 1454 in Mainz entstanden und ist daher fast 600 Jahre alt. Wer sich dafür interessiert hat wohl kaum Chancen diese Bibel einmal selbst in Händen halten zu dürfen. Denn der Sauerstoff in der Luft, sowie die Bakterien, die jeder von uns auf seiner Haut mit sich trägt, sorgen dafür, dass die Bibel immer mehr verfällt. Doch gerade diese Bibel ist ein unwahrscheinlich wichtiges kulturelles Erbe und zeugt von einer längst vergangenen Zeit. Mit Hilfe der Digitalisierung wäre es möglich, diese Bibel für die Nachwelt zu sichern bzw. zu archivieren- und dies für lange Zeit noch.

Um dies an einem Beispiel fest zu machen- man könnte die Bibel Seite um Seite einscannen lassen und diese digitalen Informationen mehrfach speichern. Dies ist in größerem Umfang bereits geschehen. Somit ist es nicht nur gelungen, die wertvollen Seiten als Abbildung zu speichern, sondern sie sind für jedermann zugänglich gemacht worden- zwar nur in digitaler Form. Jedoch kann man sich mit Hilfe der guten Scannerleistung, ein hervorragendes Bild von den einzelnen Bibelseiten machen.

Nach genau diesem Vorbild sollte es eine Elektronische Archivierung von sämtlichen wichtigen Aufzeichnungen geben. Denn es ist enorm wichtig, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder von der Geschichte erfahren und dies mit eigenen Augen sehen können. Eine Langzeitarchivierung ermöglicht uns das. Somit kann man auf lange Sicht hin, wertvolle geschichtliche Artefakte sichern.

So gibt es auch viele digitalisierte Filmaufnahmen– beispielsweise von Videobändern, die im ersten oder zweiten Weltkrieg aufgenommen wurden. Diese erschreckenden Kriegsszenen sollte jeder von uns einmal mit eigenen Augen gesehen haben. Denn somit kann jeder begreifen, dass ein Krieg nichts Gutes oder Heldenhaftes an sich hat, sondern nur Zerstörung, Angst und Tod mit sich bringt. Durch die Digitalisierung dieser Videobänder kann jeder von uns nun diese geschichtlichen Aufzeichnungen ansehen, was sehr wichtig ist, um das geschichtliche Geschehen zu verstehen.

Die Digitalisierung ermöglicht es uns, solche „Zeugen der Zeit“ mit einer Elektronischen Archivierung für weitere Generationen aufzubewahren- somit ist eine Langzeitarchivierung möglich, die unsere wertvollen Erinnerungen auf lange Sicht hin aufbewahrt.

Konkrete Anwendungsfälle gibt es viele. In Krankenhäusern beispielsweise könnte der Verwaltungsaufwand beträchtlich reduziert werden. Gleichzeitig können die Daten sehr schnell eingesehen und weltweit ausgetauscht werden. Durch geeignete Benutzeroberflächen kann in der Krankenakte eines Patienten geziehlt nach Daten gesucht werden und ein Deeplink führt den Suchenden direkt zu der gewünschten Information. Ganz abgesehen davon sind einige Analysen nur noch mit Hilfe von Computermodellen und digital verfügbaren Informationen zu bewältigen, da soviele Daten anfallen, dass ein Ausdruck unsinnig wäre. Man denke nur an die Plastische Chrirugie. Dass die Risiken Daten zu verlieren abnehmen fällt ebenfalls in den Verantwortungsbereich der Dokumentenmanagementsysteme.

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